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Zum Stück

Theaterblut

am Boulevard du Crime

 
Theater im Glashaus

Theater ist ihr Leben. Sie spielen die Liebe, sie spielen den Tod- sie spielen alles. Alles Spiel?

Erstaufführung der Lützelflüher Spielleute im Glashaus Waldhaus

Nach dem letztjährigen grossen Erfolg des Kammerspiels "Operation Schwarze Dahlie", ihrer ersten Produktion im Glashaus der Dahlienschau Brändli in Lützelflüh- Waldhaus, bereiten die Lützelflüher Spielleute ihre zweite Inszenierung an diesem stimmungsvollen Ort vor. Sie entführt den Zuschauer in ein Theater am Boulevard du crime im Paris des Jahres 1832, in eine Welt, wie sie 1944 der Filmklassiker "Les enfants du paradis" heraufbeschwor. Das im deutschen Sprachraum kaum bekannte Stück von Eric Emmanuel Schmitt wurde in der Schweiz noch nie inszeniert. Der Regisseur Gerhard Schütz hat es neben der Übersetzung ins Berndeutsch sorgfältig in eine laientaugliche zweistündige Fassung gebracht. Das Stück ist sehr reizvoll, u.a., weil es vier Theater-im- Theater- Szenen enthält und weil es dem Zuschauer gleichzeitig den Blick auf die Bühne der "Folies dramatiques", auf eine Backstage- Zone wie auch auf einen Teil des Zuschauerraums erlaubt.

Im Zentrum der Handlung steht der grosse Schauspieler Frédéric Lemaître. Mitten in die turbulenten Vorbereitungen einer neuen Inszenierung platzt die politische Polizei auf der Suche nach dem Sohn der Concierge, einem radikalen Republikaner. Lemaître, selber Sympathisant der Republikaner, ist als Bühnenimprovisator gefordert, um den Verfolgten während einer Aufführung aus dem hermetisch abgeriegelten Theater zu schmuggeln...

Die tägliche Arbeit auf der Bühne konzentriert sich auf die Inszenierung des Erstlings eines neuen, aber leider ziemlich unbegabten Autors: "Herberge des Verbrechens". Die Proben werden nachhaltig gestört von Eifersüchteleien unter den Schauspielerinnen sowie der totalen Ablehnung des Erstlings durch Lemaître. Als das Stück schliesslich Première hat, wird es zu einem Überraschungserfolg, der allerdings weniger dem Autor als vielmehr den parodierenden Improvisationskünsten der Schauspieler zu verdanken ist. Der Autor erkennt sein Stück nicht wieder und tobt. Aber schnell wird er zum Kult- Autor, erst recht, als sein Zweitling "Herberge der Rache" der Zensur zum Opfer fällt.


Immer wieder taucht im Theater eine Frau von faszinierender Schönheit und geheimnisvoller Ausstrahlung auf. Sie hat nur Augen für Lemaître, der sich als notorischer Schürzenjäger zuerst von ihren wahren Motiven täuschen lässt. Als sich herausstellt, wer die Frau wirklich ist, ergeben sich gravierende Komplikationen, in die sogar der Innenminister und sein Chefzensor involviert sind.-


Das romantische Ambiente eines Boulevard- Theaters in Paris 1832 verspricht dem Publikum unseres nüchternen 21. Jahrhunderts ein Fest für Gemüt und Auge, für das der Bühnenbildner Markus Gygax mit seiner Pinselkunst und die Kostümbildnerin Ruth Stalder mit einem Reigen opulenter Kostüme sorgen werden.

Das Stück bietet den Mitgliedern des Ensembles der Spielleute eine ideale Spielwiese, auf der sie ihr melodramatisches, poetisches und komisches Potential entfalten können- zur Freude des Publikums, vor dem sich neben feinerem und handfesterem Humor eine gute Portion von professionellem Theater- Zynismus, aber auch von berührender Menschlichkeit und einer Prise Reflexion über Theater und Leben entfaltet- kurz: Eine Liebeserklärung an das Theater- und an das Leben.



Frédérick Lemaître:
Wie oft ist er schon gestorben auf den Brettern,
die die Welt bedeuten.
Aber einmal ist es das letzte Mal...

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