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1995

In der Turnhalle Grünenmatt geht der Erstling der Lützelflüher Spiulüt über die Bühne. Zum Risotto im Anschluss an die Aufführungen spielt eine Bandella aus dem Tessin.

"Charlys Tante" wurde von Hans Gmür als Dialektversion bearbeitet.
Das Stück spielt vor einem feudalen Ferienhaus im Tessin. Damit Tante Rösli, der das Haus gehört, ihre Kreuzfahrt ungestört geniessen kann, hat sie Charly, Sonja und Göpf - eigentlich heisst er Gottfried - für ein paar Ferientage in ihr Haus eingeladen. Als diese drei Gäste im Tessin eintreffen, ist am Feriendomizil nur Signora Fumagalli anwesend. Diese hat soeben von ihrer Tochter die Funktion als Hausangestellte übernommen, weil diese zur Geburt ins Spital musste. Signora weiss nichts von den Gästen. Die Geburt war offenbar dringend, so dass der Tochter keine Zeit verblieb, ihre Mutter über die erwarteten Gäste ins Bild zu setzen. Das Unglück beginnt, als Onkel Roberto, ein Mafioso sondergleichen, der nur auf Hab und Gut seiner Tante Rösli aus ist, auftaucht. Aber das wissen die Bewohnerinnen und Bewohner natürlich nicht. Da Roberto nicht wissen darf, dass seine Tante, die er persönlich kaum kennt, abwesend ist, gerät Göpf eigentlich durch einen dummen Zufall in die Rolle der Tante Rösli. Prompt verliebt sich des Geldes wegen der Gigolo Roberto in Tante Rösli alias Göpf. Dieser hat aber zuvor auf Inge, eine weitere Besucherin aus Frankfurt, ein Auge geworfen. Inge meint, ihr Angebeteter verspüre einen echten Trieb, sich in Frauenkleidern zu präsentieren und verbirgt ihre Enttäuschung deswegen nicht. Göpf, eben "Charlys Tante", gerät immer tiefer in den Sumpf der Verwechslungen und muss zur Abwehr der direkten Annäherungsversuche von Robert zu handgreiflichen Mitteln Zuflucht nehmen. Das Chaos ist perfekt, als die echte Tante Rösli viel früher als erwartet die Szene betritt, weil sie ihre Kreuzfahrt wegen Seekrankheit vorzeitig abbrechen musste. Bald stehen sich die beiden Tanten Auge in Auge gegenüber. Das Durcheinander ist kaum noch überblickbar. Stets neue Ausreden und Lügengeschichten müssen erfunden werden, bis es zum grossen Knall kommt... Das Theaterstück ist geprägt von den Charakteren der Personen und lebt von den tollpatschigen und ulkigen Situationen.